Ratgeber bei Schmerzen

Ratgeber bei Schmerzen

Schmerz ist ein komplexes und universelles Erlebnis, das viele Aspekte des menschlichen Lebens betrifft. Dieser Ratgeber vermittelt ein umfassendes Verständnis von Schmerz, seine Ursachen, verbreitete Mythen, sowie die Rolle von Muskeltraining, Ernährung und effektiven ersten Schritten zur Schmerzbehebung.

 

Wie entsteht Schmerz?

 

Schmerz entsteht durch einen komplexen Prozess, der physiologische und neurologische Vorgänge im Körper umfasst. Hier ist eine detailliertere Darstellung der einzelnen Schritte, wie Schmerz entsteht:

 

1.  Nozizeption:  Der Prozess beginnt, wenn Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) aktiviert werden. Diese Rezeptoren sind spezialisierte Nervenenden, die auf Schädigungen oder potenziell schädliche Reize ansprechen. Sie befinden sich in praktisch allen Geweben des Körpers, einschließlich Haut, inneren Organen und Muskeln.

 

2.  Transduktion:  Wenn ein schädlicher Reiz (z.B. Hitze, Kälte, Druck, Chemikalien oder Entzündung) auf den Körper einwirkt, wird er durch die Nozizeptoren erfasst. Die Nozizeptoren wandeln den physikalischen oder chemischen Reiz in elektrische Signale (Nervenimpulse) um. 

 

3.  Transmission:  Die generierten Nervenimpulse werden entlang der Nervenfasern (afferente Fasern) zum Rückenmark und von dort aus zum Gehirn weitergeleitet.

 

4.  Modulation:  Bevor oder während die Schmerzsignale das Gehirn erreichen, können sie moduliert werden. Das bedeutet, dass die Intensität der Schmerzsignale durch verschiedene Mechanismen entweder verstärkt oder abgeschwächt werden kann. Diese Modulation kann durch Neurotransmitter oder andere Substanzen innerhalb des Nervensystems geschehen, die entweder unterdrückend oder fördernd auf die Schmerzübertragung wirken.

 

5.  Perzeption:  Sobald die Signale im Gehirn ankommen, werden sie in den schmerzverarbeitenden Regionen (z.B. im Thalamus, der Hirnrinde und dem limbischen System) verarbeitet und interpretiert. Hier wird der Schmerz bewusst wahrgenommen. Dieser Schritt umfasst nicht nur die physische Wahrnehmung des Schmerzes, sondern auch seine emotionale und kognitive Verarbeitung, die durch Faktoren wie frühere Erfahrungen, Erwartungen und die derzeitige psychische Verfassung beeinflusst wird.

 

6.  Reaktion:  Der Körper reagiert auf den Schmerz mit verschiedenen Mechanismen, wie der Freisetzung von Stresshormonen, Schutzreflexen (z.B. Wegziehen der Hand von einer Hitzequelle) und Verhaltensanpassungen (z.B. Schonhaltungen), um weitere Schädigungen zu vermeiden.

 

Schmerz kann entweder als akut oder chronisch klassifiziert werden. Akuter Schmerz ist eine direkte Reaktion auf eine Verletzung und normalerweise zeitlich begrenzt, während chronischer Schmerz andauernd ist und auch ohne offensichtliche physische Ursache bestehen kann, was darauf hindeutet, dass das Schmerzsystem nach einer anfänglichen Schädigung weiter aktiv ist oder durch andere Faktoren aufrechterhalten wird. Chronischer Schmerz kann eine eigenständige Erkrankung darstellen.

 

Die häufigsten Probleme, die Schmerz verursachen

 

Schmerzen können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden und reichen von vorübergehenden Beschwerden bis hin zu Zeichen chronischer Krankheiten. Hier sind einige der häufigsten Probleme, die Schmerzen verursachen:

 

1.  Verletzungen:  Akute Verletzungen wie Schnittwunden, Prellungen, Knochenbrüche und Verstauchungen können Schmerzen verursachen. Sie entstehen oft durch Unfälle, Stürze oder Sportverletzungen.

 

2.  Operationen:  Chirurgische Eingriffe führen häufig zu akuten Schmerzen, die mit der Heilung und dem Wundverschluss zusammenhängen.

 

3.  Kopfschmerzen und Migräne:  Kopfschmerzen, insbesondere Migräne, gelten als eine der gängigsten Schmerzursachen und können durch eine Vielzahl von Auslösern wie Stress, Hormonschwankungen oder spezifische Nahrungsmittel getriggert werden.

 

4.  Muskel- und Skelettschmerzen:  Fehlhaltungen, unergonomische Arbeitsplätze, wiederholte Überlastung oder allgemeine körperliche Inaktivität können zu Schmerzen in Muskeln und Gelenken führen.

 

5.  Chronische Erkrankungen: 

   -  Arthritis:  Entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder degenerative Erkrankungen wie Osteoarthritis können zu Gelenkschmerzen und -steifigkeit führen.

   -  Fibromyalgie:  Diese Erkrankung ist gekennzeichnet durch muskuloskelettale Schmerzen über den ganzen Körper, oft verbunden mit Müdigkeit und Schlafstörungen.

   -  Neuropathische Schmerzen:  Erkrankungen wie Diabetes oder Zoster-Neuralgie können Nervenschäden verursachen, die zu oft brennenden oder stechenden Schmerzen führen.

 

6.  Entzündungszustände:  Entzündungen innerhalb des Körpers, sei es durch Infektionen, Autoimmunreaktionen oder andere Prozesse, können zu anhaltenden Schmerzen führen.

 

7.  Zahnschmerzen:  Infektionen, Karies oder Zahnfleischerkrankungen können intensive Schmerzen verursachen und erfordern oft die Behandlung durch einen Zahnarzt.

 

8.  Rückenschmerzen:  Häufig verursacht durch schlechte Haltung, Überbelastung, Bandscheibenvorfälle oder Spinalkanalstenose, stellen Rückenschmerzen ein weit verbreitetes Problem dar.

 

9.  Gastrointestinale Probleme:  Erkrankungen wie Magengeschwüre, Verdauungsstörungen oder entzündliche Darmkrankheiten können Bauchschmerzen hervorrufen.

 

10.  Menstruationsschmerzen:  Viele Frauen erfahren im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus Schmerzen, die von leichten Unannehmlichkeiten bis zu starken Krämpfen variieren können.

 

Diese verschiedenen Arten von Schmerzen können vielschichtig sein und sowohl physische als auch psychosoziale Komponenten umfassen, was die Behandlung komplex machen kann. Das Verständnis der zugrunde liegenden Ursachen ist bei der Erarbeitung eines effektiven Schmerzmanagements entscheidend.

 

Schmerz Mythen

 

Es gibt viele Mythen über Schmerz, die das Verständnis für diesen komplexen Zustand oft verzerren und effektive Behandlungsmethoden behindern können. Hier sind einige verbreitete Schmerzmythen und die entsprechenden Klarstellungen:

 

1.  Mythos: Schmerz ist rein physisch. 

   -  Realität:  Schmerz ist ein multidimensionales Phänomen, das physische, psychologische und soziale Faktoren umfasst. Emotionen, Gedanken und soziales Umfeld können die Schmerzwahrnehmung und das Schmerzempfinden beeinflussen.

 

2.  Mythos: Man muss mit Schmerzen einfach leben. 

   -  Realität:  Obwohl nicht alle Schmerzen vollständig heilbar sind, gibt es eine Vielzahl von Behandlungsoptionen und Strategien zur Schmerzbewältigung, die Lebensqualität und Funktion verbessern können.

 

3.  Mythos: Starke Schmerzen bedeuten immer eine ernsthafte Erkrankung. 

   -  Realität:  Die Schmerzintensität korreliert nicht immer mit der Schwere einer Erkrankung. Manchmal können auch relativ harmlose Zustände wie Verspannungen sehr starke Schmerzen verursachen.

 

4.  Mythos: Schmerzmessungen sind immer genau. 

   -  Realität:  Schmerz ist subjektiv und kann von Person zu Person variieren, was eine objektive Messung schwierig macht. Schmerzskalen sind nützliche Instrumente, aber sie erfassen nicht die gesamte Erfahrung des Individuums.

 

5.  Mythos: Schmerzmedikamente sind immer die beste Lösung. 

   -  Realität:  Medikamente können bei der Schmerzbehandlung helfen, sind aber nur ein Teil eines umfassenden Schmerzmanagements. Langfristig können andere Therapieansätze wie Physiotherapie, Psychotherapie und Lebensstiländerungen ebenso oder effektiver sein.

 

6.  Mythos: Wenn ein Röntgenbild oder MRI normal ist, ist der Schmerz nur eingebildet. 

   -  Realität:  Nicht alle Schmerzursachen sind auf Bildgebungsverfahren sichtbar. Weichteilzustände, neuropathische Schmerzen und funktionelle Schmerzsyndrome können in solchen Tests unsichtbar bleiben.

 

7.  Mythos: Kinder und Babys fühlen weniger Schmerz als Erwachsene. 

   -  Realität:  Kinder und Babys sind genauso empfindlich für Schmerzen wie Erwachsene, aber sie können ihre Schmerzen vielleicht nicht auf die gleiche Weise kommunizieren.

 

8.  Mythos: Ältere Menschen müssen Schmerzen hinnehmen, weil sie zum Altern dazugehören. 

   -  Realität:  Auch wenn manche Arten von Schmerzen im Alter häufiger auftreten, ist Schmerz kein unausweichlicher Teil des Alterns und sollte behandelt werden.

 

9.  Mythos: Schonung ist immer das Beste bei Schmerzen. 

   -  Realität:  Während Ruhe und Erholung kurzfristig sinnvoll sein können, ist langfristige Inaktivität oft kontraproduktiv. Bewegung und gezieltes Muskeltraining sind häufig wichtig, um Schmerzen zu verringern und weiteren Problemen vorzubeugen.

 

10.  Mythos: Schmerz ist nur ein Problem der betroffenen Körperstelle. 

    -  Realität:  Schmerzen können Auswirkungen auf den ganzen Körper haben und beispielsweise zu Muskelverspannungen, Haltungsänderungen, emotionalem Stress und vielen weiteren systemischen Reaktionen führen.

 

Das Verständnis, dass viele dieser Mythen nicht der Wahrheit entsprechen, ist ein wichtiger Schritt, um Menschen mit Schmerzen angemessen zu unterstützen und wirksame, ganzheitliche Behandlungsansätze zu fördern.

 

Warum Muskeltraining bei Schmerz wichtig ist

 

Muskeltraining spielt eine wesentliche Rolle in der Prävention und Behandlung von Schmerzen. Folgende Gründe verdeutlichen, warum Muskeltraining bei Schmerzbeschwerden so wichtig ist:

 

1.  Verbesserung der muskulären Stabilität und Gelenkunterstützung:  Regelmäßiges Muskeltraining stärkt die Muskeln rund um die Gelenke, wodurch die Gelenke besser stabilisiert und entlastet werden. Dies kann vor allem bei Schmerzsyndromen wie Arthrose helfen, indem weniger Druck auf das betroffene Gelenk ausgeübt wird.

 

2.  Erhöhung der Beweglichkeit und Flexibilität:  Kraftübungen, die in Verbindung mit Dehnungsübungen durchgeführt werden, können die Beweglichkeit steigern und zu einer verbesserten Gelenkfunktion führen. Dies trägt dazu bei, das Risiko von Verletzungen und schmerzhaften Versteifungen zu reduzieren.

 

3.  Reduktion von Fehlbelastungen und Fehlhaltungen:  Ein ausgewogenes Muskeltraining kann muskuläre Dysbalancen korrigieren – das bedeutet, es können schwächere Muskelgruppen gekräftigt werden, die sonst zu Haltungsschäden und daraus resultierenden Schmerzen führen könnten.

 

4.  Freisetzung von Endorphinen:  Während des Trainings werden körpereigene Schmerzmittel, sogenannte Endorphine, ausgeschüttet. Diese "Wohlfühlhormone" können dabei helfen, Schmerzen zu lindern und die Stimmung zu verbessern.

 

5.  Erhalt und Verbesserung der Funktion:  Durch gezieltes Training kann die Funktionsfähigkeit von Muskeln und Gelenken erhalten oder sogar verbessert werden, was im Alltag zu einer Reduktion von Schmerzen führen kann.

 

6.  Vorbeugung von chronischen Schmerzen:  Ein starker Muskelapparat kann chronischen Schmerzen, insbesondere Rückenschmerzen, vorbeugen. Rumpfstabilisierende Übungen beispielsweise sind ein fundamentaler Bestandteil vieler Rückenschmerz-Therapieprogramme.

 

7.  Wiederherstellung des normalen Bewegungsmusters:  Nach Verletzungen oder chirurgischen Eingriffen kann Muskeltraining dabei helfen, normale Bewegungsmuster wiederherzustellen und das Risiko für zukünftige Schmerzen und Verletzungen zu verringern.

 

8.  Reduktion von Entzündungen:  Regelmäßige Bewegung und Muskelaufbau können auf systemischer Ebene helfen, entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren und somit Entzündungsschmerzen zu lindern.

 

9.  Verbesserung der Körperwahrnehmung und -kontrolle:  Muskeltraining fördert das Körperbewusstsein (Propriozeption), was zu einer besseren Körperhaltung und Bewegungskontrolle im Alltag führt und dadurch schmerzauslösende Bewegungsmuster verhindern kann.

 

Bevor man jedoch mit einem Muskeltraining startet, besonders wenn man bereits bestehende Schmerzen hat, sollte man sich ärztlich beraten lassen und idealerweise unter Anleitung eines Physiotherapeuten oder eines qualifizierten Trainers mit Erfahrung in der Rehabilitation trainieren. Dadurch wird sichergestellt, dass die Übungen korrekt und sicher ausgeführt werden und das Risiko für Verletzungen minimiert wird. Ein individuell abgestimmtes Trainingsprogramm ist essentiell, um bestehende Schmerzen zu adressieren und neue Probleme zu vermeiden.

 

Warum gesunde Ernährung und Nahrungsergänzung wichtig sind

 

Gesunde Ernährung und gegebenenfalls Nahrungsergänzung spielen eine Schlüsselrolle in der Prävention und Behandlung von Schmerzen. Hier sind einige Gründe, warum eine ausgewogene Ernährung und die richtige Ergänzung von Nährstoffen so wichtig für die Schmerzbewältigung sind:

 

1.  Entzündungshemmung:  Viele Ernährungsweisen, wie die mediterrane Diät, sind reich an entzündungshemmenden Nahrungsmitteln. Omega-3-Fettsäuren (wie sie in Fisch, Leinsamen oder Chia-Samen vorkommen), Antioxidantien und Polyphenole aus Obst, Gemüse und Vollkornprodukten können Entzündungsreaktionen im Körper reduzieren und damit Entzündungsschmerzen lindern.

 

2.  Gewichtsmanagement:  Übergewicht und Adipositas belasten den Bewegungsapparat und können Schmerzen verstärken, insbesondere in den Gelenken, am Rücken und an anderen Körperstellen, die Gewicht tragen müssen. Eine gesunde Ernährung hilft bei der Gewichtskontrolle und somit bei der Schmerzreduktion.

 

3.  Gesunde Knochen und Gelenke:  Kalzium- und Vitamin-D-reiche Nahrungsmittel sind wesentlich für starke Knochen und können zur Vorbeugung von schmerzhaften Zuständen wie Osteoporose beitragen. Wenn man nicht ausreichend Vitamin D über die Sonneneinstrahlung oder die Ernährung aufnimmt, kann eine Supplementierung sinnvoll sein.

 

4.  Muskelaufbau und -erhalt:  Proteine sind die Bausteine der Muskeln und eine ausreichende Proteinzufuhr ist für den Erhalt und Aufbau von Muskelmasse notwendig, was wiederum hilft, Schmerzen vorzubeugen und zu mindern.

 

5.  Energieversorgung:  Eine ausgewogene Ernährung liefert die notwendigen Kalorien und Nährstoffe, um den Körper energetisch zu versorgen und die Heilung zu fördern, was besonders nach Verletzungen oder Operationen wichtig ist.

 

6.  Vermeidung von Nährstoffmangel:  Bestimmte Nährstoffmängel können zu Muskelschwäche, Krämpfen und damit verbundenem Schmerz führen. Magnesium, Kalium und B-Vitamine sind wichtige Nährstoffe für das Nerven- und Muskelsystem.

 

7.  Hydratation:  Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, um die Funktion aller Körpersysteme inklusive der Muskeln und Gelenke aufrechtzuerhalten. Dehydration kann Muskelschwäche und Krampanfälligkeit auslösen, was Schmerzen verursachen kann.

 

8.  Unterstützung der Verdauung und Reduktion von Bauchschmerzen:  Eine Ernährung mit hohem Ballaststoffanteil kann Verdauungsprobleme vermindern und so Beschwerden wie Blähungen, Verstopfung und Bauchschmerzen vorbeugen.

 

9.  Gesteigerte Immunfunktion:  Eine nährstoffreiche Ernährung stützt das Immunsystem und kann helfen, Infektionen zu vermeiden, die Schmerzen und andere gesundheitliche Probleme verursachen könnten.

 

10.  Psychisches Wohlbefinden:  Essen beeinflusst auch die psychische Gesundheit. Bestimmte Nahrungsmittel wie jene mit hohem Gehalt an Tryptophan, das Vorläufer für das "Glückshormon" Serotonin ist, können zur Stabilisierung der Stimmung beitragen und sind somit indirekt auch hilfreich, um besser mit Schmerz umzugehen.

 

# Nahrungsergänzung

 

Obwohl eine gesunde und ausgewogene Ernährung die Basis bildet, können in manchen Fällen Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein, beispielsweise bei bestimmten Gesundheitszuständen, erhöhten Bedarfssituationen oder bei nachgewiesenen Mängeln. Sie sollten sich unbedingt in unserer digitalen Gesundheitsakademie anmelden und die Kur machen. Link zur Anmeldung unten auf der Seite. 

 

Erster Schritt in Richtung Problembehebung

 

Der erste Schritt in Richtung Problembehebung bei Schmerzen ist die gründliche Bewertung und Identifikation der Schmerzursache. Das richtige Vorgehen umfasst in der Regel folgende Schritte:

 

1.  Anerkennen des Schmerzes:  Erkennen Sie an, dass Ihre Schmerzen eine Betreuung benötigen. Schmerz ist ein Signal des Körpers, das nicht ignoriert werden sollte.

 

2.  Schmerztagebuch:  Beginnen Sie ein Schmerztagebuch zu führen, wo Sie Zeitpunkt, Intensität, Art und mögliche Auslöser des Schmerzes notieren. Dies kann helfen, Muster und mögliche Trigger zu identifizieren.

 

3.  Medizinische Bewertung:  Suchen Sie professionellen medizinischen Rat, um eine Diagnose zu erhalten. Dies kann Hausarztbesuche, Untersuchungen durch Spezialisten oder bildgebende Verfahren beinhalten, abhängig von der Art und dem Ort des Schmerzes.

 

4.  Umfassende Anamnese:  Geben Sie dem Arzt oder unseren Therapeuten eine vollständige Anamnese. Dazu gehören bisherige medizinische Bedingungen, aktuelle Gesundheitsprobleme, Informationen über eventuelle Verletzungen sowie Details zu Ihrem Lebensstil.

 

5.  Schmerzbewertung:  Der Arzt wird nach verschiedenen Aspekten des Schmerzes fragen, wie zum Beispiel die Qualität des Schmerzes (stechend, brennend, dumpf), die Lage, Schwankungen im Tagesverlauf und was den Schmerz verbessert oder verschlimmert.

 

6.  Individueller Behandlungsplan:  Basierend auf den gesammelten Informationen wird ein individueller Behandlungsplan entwickelt, der verschiedene Ansätze kombinieren kann – darunter Medikamente, Physiotherapie, alternative Therapiemethoden, psychologische Unterstützung und Veränderungen des Lebensstils.

 

7.  Selbstmanagement-Strategien:  Lernen Sie, wie Sie durch Selbstmanagement-Methoden wie Entspannungstechniken, regelmäßige Bewegung, Haltungsschulung und Stressmanagement Ihre Schmerzen effektiv kontrollieren können.

 

8.  Anpassen des Lebensstils:  Ändern Sie Ihren Lebensstil, um Faktoren, die den Schmerz verstärken könnten, zu reduzieren. Dazu gehören beispielsweise das Erreichen eines gesunden Körpergewichts, die Förderung eines gesunden Schlafes und die Vermeidung von Bewegungsarmut.

 

9.  Fortlaufende Bewertung und Anpassung:  Schmerzbehandlung erfordert oft eine fortlaufende Bewertung. Reagieren der Körper und die Psyche nicht auf die Behandlung, muss der Ansatz gegebenenfalls angepasst werden.

 

10.  Fachübergreifende Zusammenarbeit:  Bei der Behandlung von Schmerzen ist häufig eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gesundheitsberufen notwendig. Dazu gehören Allgemeinmediziner, Schmerzspezialisten, Physiotherapeuten, Psychologen und Ernährungsberater.

 

Es ist wichtig, dass während des gesamten Prozesses eine offene Kommunikation zwischen dem Patienten und den beteiligten Gesundheitsdienstleistern erhalten bleibt, damit Anpassungen schnell vorgenommen und der Behandlungsplan optimiert werden kann. Schmerzbehandlung ist ein dynamischer Prozess, der individuelle Ansätze und Geduld erfordert.Ratgeber bei Schmerzen. Wir helfen Ihnen gerne! 


Konkret empfehlen wir drei Schritte bei Schmerzen:

  1. Buchen Sie einen Termin in unserer Physio- und Ergotherapie
  2. Stellen Sie die Ernährung um und führen sie einen gesunden Lebensstil
  3. Trainieren Sie aktiv Ihre Muskulatur und achten Sie auf die o.g. Tipps.
  4. Bewegen Sie sich ausreichend und vermeiden Sie Schonhaltungen

 

Sollten Sie noch keinen Trainingstermin haben, können Sie sich gerne unverbindlich zu unserer GTT - Ganzheitlichen TrainingsTherapie beraten lassen! Klicken Sie dafür auf nebenstehenden Link und setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung!

 

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ÜBER DEN AUTOR

Autor

Bernhard Klöcker & das Team vom Bewegungszentrum Klöcker

Das Expertenteam hat als kostenlosen Service diverse Themen bearbeitet, um einen wissenschaftlichen Hintergrund und Lösungsansätze zu geben. 

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